„Der International Fund Russian Farms versucht seit etwa zehn Jahren, der russischen Agrarindustrie zu helfen“, erläutert US-Staatsbürger Shan Betzold, Leiter des Milchviehbetriebs Dmitrow, der ungefähr 70 Kilometer von Moskau entfernt ist. „Schließlich entschied man sich dafür, einen Projektbetrieb zu bauen, um zu beweisen, dass es funktioniert – deshalb sind wir hier.“
Der Bau des Milchviehbetriebs begann 2002 und die ersten Kühe kamen 2003 an. Heute befinden sich ungefähr 530 Milchkühe auf dem Hof, plus 400 Jungfärsen. Der Milchviehbetrieb Dmitrow arbeitet mit zwei Melkern pro Schicht, die dreimal pro Tag melken. Jeder Melker arbeitet sieben Schichten pro Woche. Der Doppelmelkstand mit 12 Plätzen kann auf 20 Plätze erweitert werden. „Dies ist nötig, wenn wir uns in naher Zukunft von 900 auf 1200 Kühe vergrößern“, erklärt Shan. Die Herde aus Holstein-Friesian-Rindern ist in einem sechsreihigen Laufstallsystem untergebracht.
Im vergangenen Jahr verkaufte der Betrieb ungefähr 8000 Kilogramm Milch pro Kuh. Zur Messung der täglichen Milchgewichte wird ALPRO eingesetzt. Dieses Jahr hofft der Milchviehbetrieb Dmitrow auf einen Verkauf von 9.500 bis 10.000 Litern pro Kuh.
Derzeit betreiben sie einen 12-Tonnen-Kühler, weshalb zwei Abholvorgänge pro Tag notwendig sind. Die beiden Lkw-Ladungen werden direkt nach Moskau transportiert.
Shan und seine Frau Nancy erzählen, dass sie als in Russland lebende Amerikaner sowohl im In- als auch im Ausland regelmäßig Medienaufmerksamkeit auf sich ziehen. Die moderne und erfolgreiche Milchproduktionsstrategie des Betriebs hat auch in der internationalen Bauernschaft Interesse geweckt.